Termin Vereinsinternes Herbstfischen: Samsatg 17.10.2020 von 12 Uhr - 19 Uhr.

 

Auszug aus der Verordnung über das Naturschutzgebiet Vils-Engtal“ Vom 12. August 1997 (RABl Nr. 12/05. 09. 1997) in Bezug auf Angelfischerei:

 

  • 4 Verbote

(1) Nach Art. 7 Abs. 2 BayNatSchG sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturschutzgebietes oder seiner Bestandteile oder zu einer nachhaltigen Störung führen können.

Es ist deshalb vor allem verboten:


  1. auf dem Wasser oder im Uferbereich Fütterungsstellen zu betreiben oder Fische zu füttern


(2) Ferner ist verboten:

  1. außerhalb der dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen, Wege oder Plätze mit Kraftfahrzeugen (einschließlich Wohnwagen) zu fahren oder diese abzustellen,
  2. zu zelten oder zu lagern,
  3. Feuer zu machen oder zu grillen,

 

Ausgenommen von den Verboten nach Art. 7 Abs. 2 und 3 BayNatSchG und § 4 dieser Verordnung sind:

  1. a) die rechtmäßige Ausübung der Angelfischerei unter Beachtung der Verbote in § 4 Abs. 1 Nrn. 1, 3 und 16 sowie § 4 Abs. 2 Nrn. 1 und 3, wobei abweichend von § 4 Abs. 2 Nr. 1 auch der Weg entlang des linken Vilsufers befahren werden darf,

Zu beachten sind demnach bei der Ausübung der Angelfischerei folgende Verbote:

zu § 4 Abs. 1

Nr. 1: „bauliche Anlagen im Sinne der Bayerischen Bauordnung zu errichten, zu ändern, zu beseitigen oder ihre Nutzung zu ändern, auch wenn dies keiner öffentlich-rechtlichen Erlaubnis bedarf“

Nr. 3: „Straßen, Wege, Pfade, Steige oder Plätze neu anzulegen oder in ihrer charakteristischen Beschaffenheit zu verändern“

Nr. 16: „Auf dem Wasser oder im Uferbereich Fütterungsstellen zu betreiben oder Fische zu füttern“

zu § 4 Abs. 2

Nr. 1: „Außerhalb der dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen, Wege oder Plätze mit Kraftfahrzeugen (einschließlich Wohnwagen) zu fahren oder diese abzustellen“

Nr. 3: „Zu baden, motorgetriebene Wasserfahrzeuge einzusetzen oder außerhalb der Vils mit Wasserfahrzeugen zu fahren“

 

6 b) Fischhegemaßnahmen durch die Fischereiberechtigten unter Beachtung des Verbots in § 4 Abs. 1 Nr. 9 einschließlich des Fischens mit Netz und des Fahrens auch abseits der nach § 4 Abs. 2 Nr. 1 allgemein befahrbaren Straßen und Wege; Besatzmaßnahmen dürfen jedoch nur mit in der Vils von Natur aus lebenden Fischarten erfolgen, wobei nach Möglichkeit Setzlinge heimischer Herkunft zu verwenden sind;

 

Hinweis: BayNatSchG = Bayerisches Naturschutzgesetz

 

Übersichtskarte NSG

https://www.protectedplanet.net/166060

Wer wie bisher in vernünftiger Art und Weise und wie wir es in der Ausbildung zur Fischerprüfung vermittelt bekommen haben der Angelfischerei nachgeht, der hat in der Regel auch nichts zu befürchten bzw. kann sich weiterhin ungetrübt an der Angelfischerei in dieser sehr schönen Flusslandschaft erfreuen. Nehmt ganz einfach entsprechend Rücksicht auf die Natur

 

Angaben zum FFH-Gebiet bzw. NSG:


"Das rund 340 ha große FFH-Gebiet „Unteres Vilstal“ liegt fast vollständig im Landkreis Passau auf dem Gebiet der Gemeinde Aldersbach und der Stadt Vilshofen. Nur bei Galgweis reicht es kleinflächig auch bis in den Landkreis Deggendorf hinein. Es umfasst die Vils mit ihren Auen und Talflanken auf einer Strecke von etwa 15 km zwischen Pörndorf und dem Stadtrand von Vilshofen.

Lage und Abgrenzung des FFH-Gebiets Der Westteil des FFH-Gebiets ist durch eine weitläufige Auenlandschaft mit Flußschlingen, Altwässern, Wiesen und Auwäldern gekennzeichnet. Ab Mattenham ändert sich der Landschaftscharakter grundlegend: ab hier hat sich die Vils ein enges Durchbruchstal mit steilen und größtenteils bewaldeten Taleinhängen geschaffen. Dieser Abschnitt ist gleichzeitig als Naturschutzgebiet „Vils-Engtal“ ausgewiesen. Das Gebiet wurde wegen der Vorkommen mehrerer durch die FFH-Richtlinie besonders geschützter Lebensraumtypen und Tierarten als Teil des europäischen ökologischen Netzes Natura 2000 gemeldet."

 

Hinweise:

FFH = Fauna-Flora-Habitat

Dem Naturschutz zuliebe
Rücksichtnehmen auf seltene Tier- und Pflanzenarten

Viele Natur- und Landschaftsschutzgebiete sind für Wanderer, Naturinteressierte und Naturnutzer wie Angler oder Jäger frei zugänglich, so auch das untere Vilstal im Bereich der Stadt Vilshofen. Besucher sind allerdings angehalten, in Naturschutzgebieten nicht von Straßen oder Wegen abzuweichen und die Tiere durch übermäßigen Lärm nicht zu stören. Verboten ist es, Zelte oder Wohnwagen in diesen Gebieten abzustellen. Camper müssen sonst in Naturschutzgebieten mit mindestens 50 Euro und in Landschaftsschutzgebieten mit mindestens 25 Euro Bußgeld rechnen. Ähnliches gilt für Kraftfahrzeugführer, die Natur- oder Landschaftsschutzgebiete verbotenerweise befahren. Auch das Entfachen eines Feuers wird als Ordnungswidrigkeit mit mindestens 75 Euro (Naturschutzgebiet) bzw. 50 Euro (Landschaftsschutzgebiet) geahndet. Die Bußgelder können je nach Schwere sogar bis zu 5.000 Euro betragen. Weitere Infos zu den Bußgeldern im Einzelnen findet man unter: https://www.bussgeldkatalog.org/umwelt-naturschutz/. Die Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörden überprüfen stichprobenartig die Einhaltung der Vorschriften in den Natur- und Landschaftsschutzgebieten. Dabei arbeiten sie eng mit der örtlichen Polizeidienststelle zusammen.